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1584–1653

Lied

Georg Rodolf Weckherlin

Warumb jhr Frawen vnd Jungfrawen Spieglet jhr euch so williglich Wan die Sonn jhren glantz zu schawen Pfleget in euch zu spieglen sich;

Vnd wan die klarheit ewrer augen Kan wol für einen spiegel taugen? Jhr wahre Spiegel aller ehren Pfleget mit durchdringendem schein

Die Götter vnd menschen zu lehren Wie tugenthafft sie sollen sein Dieweil die klarheit ewrer augen Kan besser dan kein spiegel taugen.

Darumb die Götter mit verlangen Als Spiegelmacher gar voll glantz Zu ehren Euch kommen gegangen Zu spieglen sich in jhrem dantz

Dieweil die striemen ewrer augen Für spiegel jhren spiegeln taugen.

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Lied · Georg Rodolf Weckherlin · Poetry Cove