Skip to content
1618

An Herren Bernhard herzogen zu Sachsen

Georg Rodolf Weckherlin

Prinz, dessen verdienst doch noch größer dan dein preis, wiewol dein wahres lob die himmel selbs kaum gränzen, fahr fort, o großer held, und unserm feind beweis, daß die blitz deines schwerts mehr dan des adlers glänzen.

Jemehr der dolle feind auf alle grobe weis will seinen sig und pracht durch unsern fall ergänzen, jemehr lehr du ihn, held, gerecht, stark, from und weis, daß nur dein haupt allein wert seiner lorberkränzen.

Jedoch weil unsre forcht, wie dein mut, billich groß, so hör auch unsern rat, dich und uns zu bewahren, und förcht mit uns dein herz, vil zu groß, vil zu bloß; Dan wer erkennet nicht, wan du stets mit gefahren

erquickest deinen mut, daß du an mut gleichlos kanst keinen größern feind, dan dein herz selbs, erfahren.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
An Herren Bernhard herzogen zu Sachsen · Georg Rodolf Weckherlin · Poetry Cove