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1618

An den hofe

Georg Rodolf Weckherlin

Glück zu, du hof und du hofleben, da wenig trauben und vil reben, da weder wahrheit, treu, noch zucht, des prachts, lists und betrugs erbsucht,

mit schalkheit und thorheit verweben. du hof an dem die sünden kleben, mit allen lastern rund umgeben, du nest der trägheit und unzucht

glück zu. dein mund ist mild, dein herz darneben, stets falsch, will wankelbar umschweben, du hast vil hofnung, wenig frucht;

darum von dir nem ich die flucht, und sag dir, freiend jetzt mein leben: glück zu.

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An den hofe · Georg Rodolf Weckherlin · Poetry Cove