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1584–1653

8. Jhr Hertz ist gefroren.

Georg Rodolf Weckherlin

Gleich wie ein armer mensch auß jrrdischem ver- stand Vermeinet horchend zu des Aberglaubens lehren Ein schön-gemahltes bild als seines gaists hay-

land Mit bitten opfern lob vnd anderm dienst zu ehren: Also vn mehr fehl Ich (witzloß) durch mein begehren Wan ich für euch erhöb mein hertz gesicht vn had

Wan ich mich darff ab euch beklagen vnnd be- schwehren Da schuldig doch allein mein aigner vnverstand. Ja. Göttin deren gnad mich könt allein erlaben

Euch klag ich an vmbsunst vmbsunst hoff ich den lust Daß ewer hertz mit lieb werd meine lieb begaben. Dan solt ich als ich sah ewrer schnee-weissen brust

Bezauberende bühl nicht (klüger) gedacht haben Daß vnder solchem schnee ein hertz von eyß sein must?

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