Oder Lieb liebste garn der Schönsten schönste
haar
Wan schertzend in dem lufft jhr schon bandloß
vmbflieget
Befind ich doch alßbald daß jhr mein hertz be-
trieget
Vnd daß je freyer jhr je grösser mein gefahr.
O goldfluß blaich vnd reich Goldstriemen wahr
vnd klar
Wan euch jhr weisse hand in taussent ringlein
bieget
Befind ich auch alßbald daß jhr mein hertz be-
krieget
Vnd je mehr ewre knöpff je mehr ich strick erfahr.
Zwar wie solt dises garn doch meine sehl verdriessen?
Ist ein hertz in der welt das disem schatz nicht hold?
Wer wolt nicht einen strom von gold gern sehen
fliessen?
O reiche haar zugleich der Freyhet strick vnd sold
Wie jhr als der Lieb strick mich pfleget zu be-
schliessen
Also belohnet jhr mich auch mit bestem gold.