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1584–1653

12. Vnendliche Liebs pein.

Georg Rodolf Weckherlin

Ich brenn auß lieb vnd lust doch kan der brunst verdruß Meines haupts feuchtigkeit vnd thränen nicht verzöhren:

Ich wein auß lieb vnd layd doch kan mein zeher- fluß Meiner brust grossen brunst vnd flammen gar nicht wöhren.

Ja vilmehr pfleget stehts meiner brunst vberfluß Den quellen meines layds die nahrũg zu beschörẽ: Ja vilmehr pfleget stehts meines layds zeherguß Die flam̃en meiner Lieb zu störcken vn zu nöhren.

In dem mein weinen nu in dem nu meine brunst Einander jhre hilff zu wechslen nicht verneinen So leyd ich dise lieb vnd lieb das layd vmbsunst. Dan findend in dem fewr das ewiglich muß scheine

Vnd in dem stehten fluß der zehern keine gunst So muß (O schmertz!) mein hertz stehts brennen vnd stehts weinen.

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