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Psalm. 32. Beati quorum

Burkhard Waldis

Wol dem menschen, dem sünden vil vnd missethat vergeben Vnn dems Got nit zu rechnen wil, für den todt gibt das leben!

Dann da ich wolt mein sünd vnd schuldt vor dir, Herr, nicht bekennen, Verdorrt mein safft

vnd all mein krafft, must mich einn sünd' nennen. Dann deine hand war vber mir vnd truckt mich tag vnd nachte,

Macht mir die Sünd so groß vnd schwer, daß all mein gbein verschmachte, Da sprach ‚Ich muß mich kern zur buß,

bekennen mein gebrechen‘: Dein zorn ließ ab, bald sünd vergab, wilt mir kein schuld zurechnen

Dafür dich auch von anbegin all Heilgen han gebetten, Daß du auß gnad vergabest jn jr schuld vnd vbertretten,

Dadurch sie sein gantz frei vnd reyn von sünd vnd Hellschem schrecken, Wirst sie on klag

am jüngsten tag zur herrligkeyt erwecken. Du bist, Herr Got, mein schirm vnd schutz, wöllst mich für angst behüten,

Daß mir nit schad der sünden trutz, der Hell vnd Teuffels wüten: Zeyg mir dein weg vnd deine steg

vnd mach mich, Herr, verstendig, Daß ich nit werd gleich wie ein pferd wild, fräch vnd gar vnbendig.

Der gotloß wirt für seine Sünd beyd hie vnd dort geplaget, Der glaubig stedts gnad bei dir sindt, wie vns dein Wort zusaget:

Drumb dancken wir, daß deine leer thut vnser hertz vernewen. In deinem rhum

gerecht vnd frumm wölln wir vns Ewig frewen.

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