Gott lob, daß vns ietz wirdt verkundt die Euangelisch lehre! Himel vnd erdt mit vollem mundt erzelen Gottes ehre
Bei tag vnd nacht mit grossem pracht an allem ort auff erden, Ein iede sprach
gibts selber nach, daß mög gepredigt werden on hindern vnd geferden. Die Apostolisch leer her bricht,
reycht biß an der welt ende; Ir richtschnur hats dahin gericht, laufft wie die Sonn behende, Die sich entprent
in Orient vnd geht den Abend nider, Mit jrem glantz erleuchtet gantz,
jr hitz erfrewets wider, machts fromb, gerecht vnd bider. So thut das Euangeli auch, wanns die Seelen erquicket:
Wo sein zeugniß geht recht im brauch vnd mann sich sein drein schicket, Machts weiß vnd klug mit gutem fug
die albern vnd elenden, Erfrewt das hertz vnd brengts fürwertz, erleucht an allen enden
all die sich zu jm wenden. Dann wer recht hat des HERREN forcht, der wirdt wol ewig bleiben, Vnd seinem heilgen Wort gehorcht
welchs er jm läßt fürschreiben. Das han wir hold besser dann gold, gar süß wie honig schmecket,
Macht all sein knecht fromb vnd gerecht, auch von dem todt erwecket, mit gnad all sünd bedecket.
Der menschen fehl sind manigfalt, die wölst vns, HERR, verzeihen! Vns an der rechten leer erhalt, vnd gnad darzu verleihen,
Von falschem rath vnd missethat vnschuldig mögen leben! Laß gfallen dir
Wort, Werck vnd bgir, deinn segen da zu geben, daß wir dich hoch erheben. Wir dancken dir, Got vatter werdt,
vnd wölln dich immer loben, Der du vns armen hie auff erd gar reichlich thust begaben Durch Jesum Christ,
der selber ist für vnser sünd gestorben Vnd durch sein blut vns alln zu gut
den himel hat erworben, sunst wern wir all verdorben.
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