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1523

Psalm 11. In domino confido

Burkhard Waldis

In Gott allein setz ich meinn trost vnd wil mich jm vertrawen, Hat mich vom Todt auß gnad erloßt, auff sein Wort wil ich schawen.

Wes ist dann dschult, daß jr mich wolt von solcher leer ab dringen, Vnd sprecht, mir sol

sein gholffen wol, durch menschē leer gelingen von Gottes wort zu bringen. Gleich wie der schütz seinn bogen spennt

vnd scheußt die scharpffen pfeile, Dermaß auch menschen leer zertrennt alls gut in kurtzer eile: Den rechten grund

wöln sie zu stund durch menschen tand verkeren, Sprechen 'der schlecht, der frumm vnd grecht,

was solt vns der guts leren? wir wöln sein wort nicht hören. Gott aber sitzt im himel hoch, dem sie so widersprechen:

Die mißthat gibt Er keynem nach, er wirts gar schwerlich rechen: Sein augen zwar sehn alles klar,

prüfen der menschen kindern; Wer jm recht thut, der hats auch gut, die bösen wirt er hindern,

irn freuel zuuermindern. Ein wetter groß mit donnerplitz wirt er lan auff sie regnen, Ir lohn ist schwefel, fewr vnd hitz,

den frummen gibt dagegen, Die jr angsicht han dahin gricht, daß sie sein Wort belieben

Vnd dem nachtracht beid tag vnd nacht, sich stets darinn zu üben, die läßt er nit betrüben.

Des danckn wir dir, O Herre Got, du wöllest vnser walten, Behüten für der bösen rott, vnd an deim wort erhalten,

Die rechte lehr zu deiner ehr vor diser welt bekennen, Kein wasser, fewr

noch abenthewr von dir nimmer abtrennen, wie wir vns nach dir nennen.

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