Ich rüff, O Gott, in diser not zu dir, vnd bitt verlaß mich nit
in meinen grossen nöten! Erbarm dich mein, wölst gnedig sein! auß disem fehl
hilff meiner seel, daß sie die feind nit tödten, Vnd durch jr gifft welch mich jetz trifft
von dir nit werd gedrungen! Das lügen maul ist nimmer faul, stedts schwatzē falsche zungen.
Hilff Gott! wie sehr schadt falsche leer, die niemandt weicht, stedts vmbher schleicht
vnd ruhet nit ein weile, Richt vnglück an bei jeder man, laufft gar geschwind
gleich wie ein hind, fleugt wie die scharpffen pfeile, Schnell wie ein boltz, im dürren holtz
wie das fewr pflegt zu krachen: Nit selb mich auch auß solchem rawch kan frei vnd ledig machen.
O weh mir jetz in solcher hitz vnd grossem zwang! Ach HERR, wie lang
sol ich bei jn noch wonen? Kedar mich zwingt vnd Mesech dringt, mit jrem Bann
vnd Alkoran thun sie niemandts verschonen! Stedts halt ich frid, vnd wann ich red
thun sie mich mehr beleyden: O HERR, den krieg, durch deinen Sieg wöllst gnediglich entscheyden.
So wil ich dir mit freuden zir durch meinen mundt zu aller stundt
ein frölich liedlin singen, Daß du mein sach in vngemach durch gnaden waltst
vnd mich erhaltst, vnd leßst sie wol gelingen In Christo fron, deim lieben Son,
der sich für vns hat geben, Durch schmach vnd todt erworben hat vns alln ein Ewigs leben.
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