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Die zwanzigste Fabel.Von der Mücken und einer Binen.

Burkhard Waldis

Bald kam ein mück in winter tagen Fürn binstock, tet sich ser beklagen, Sprach: „Mein leben muß ich verlieren, Für hunger sterben und erfrieren;

Nemt mich hinein für disem frost, Ich wil euch dienen umb die kost Und eure kinder, welch mich hören, Die schöne kunst der music leren.“

Da sprach ein alte under in: „Es solln mein kinder, die jungen bin, Irs eltervatters handwerk lernen Und so vil sammeln in der ernen,

Daß sie im winter sich ernern, Des hungers und des frosts erwern.“ Musica und solche künst seind gut, Wo man sie meßig brauchen tut

Und doch daneben sucht ein kunst, Die in ernert mit ern und gunst.

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