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Die fünfzigste Fabel.Von zweien Fischern.

Burkhard Waldis

Zween fischer furen auf ein zeit Zu fischen auf das waßer weit, Fischten und brauchten all ir kunst Ein ganzen tag, doch gar umbsunst.

Zuletst, da sie vil arbeit gwagt, Zohen sie heim wol halb verzagt. Sihe da, ein fisch lief ongefer, Ein großen lachs jagt vor im her,

Gar neidisch hinden auf in drang. Der lachs für angst ins schifflin sprang. Die fischer wurden samtlich fro, Liefen allbeid mit freuden do,

Sprachen: „Der komt uns wol zu steur!“ Ward bracht zu mark, verkauft gar teur. Die leut oft trachten nach den dingen, Könnens doch nicht zu wegen bringen:

Doch bringts das glück on alle schwer. Erfarnheit han wir des zu ler. Die schrift sagt von dem könig Saulen, Der sucht mit fleiß seins vatters maulen

Und fand das reich zu Israel, Wie im anzeigt der Samuel.

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