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1817

3.

Wilhelm Waiblinger

Besteig' ich nach des Sommertages Schwühle Mein südlich Dach, auf traulichem Gesteine Mich dein zu freuen, holde Abendkühle, Betracht' ich so in wohlgefäll'gen Träumen

Die Stadt, am grauen Felsen des Solaro, Umblüht von Gärten und zerstreuten Bäumen, Erhebt sich an begrünter Rebenmauer Des Ostens halbverwaistes Kind, die Palme,

So einsam, und so stolz in ihrer Trauer, Und seh' ich bis in ungemessne Weiten Voll Sonnenglanz, sich zwischen rauhen Felsen, Mit manchem fernen Schiff das Meer verbreiten,

Dann glaub' ich, daß Minervens Kap entnommen, Vielleicht durch Zaubermacht bewegt, die Insel Längst in ein morgenländisch Meer geschwommen.

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