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1801

63. Trinklied

Johann Heinrich Voß

Hätt' ich einen Mutterpfennig Notabene, nicht zu klein; Ein paar Flaschen leicht gewänn' ich, Notabene, voll von Wein.

Fröhlich blieb' ich dann und wach, Notabene, bis zum Tag. Fröhlich blieb' ich wohl noch morgen, Notabene, bei dem Wein;

Wollte mir der Kellner borgen, Notabene, sonder Schein. Wer so fortblieb' ewiglich, Notabene, das bin ich.

Wüchsen nur von selbst die Kleider, Notabene, mir ein Rock; Oder knufte nicht der Schneider, Notabene, wie ein Bock:

Stracks bin ich vollkommen froh; Notabene, nun so so. Küßte mich ein lustig Mädchen, Notabene, hübsch und jung;

Dreht es mir zu Lieb' ein Rädchen, Notabene, flink im Sprung: O ich böt ihr gleich die Hand, Notabene, drin ein Band.

Neckte mich ein holdes Weiblein, Notabene, reich und alt; Freien wollt' ich solch ein Täublein, Notabene, stürb' es bald.

O ich küßt' ohn' Unterlaß, Notabene, dieses Glas. Wein und Mädchen sind ein Segen, Notabene, wohlgepaart;

Und der Pfennig schafft Vermögen, Notabene, wenn man spart. Darum lieb' ich immer treu, Notabene, diese drei.

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