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1870

Weinlese

Paul-Marie Verlaine

Die Dinge, die in uns singen, Wann unser Bewusstsein ruhte, Sie tönen in unserem Blute, O fernes, verschwiegenes Klingen!

Horcht! Unser Blut ist's, das leidet, Wann unsere Seele entflohn ist, Wie so fremd und seltsam sein Ton ist, Der bald im Schweigen verscheidet.

O Blut der rosigen Traube, O Wein der schwärzlichen Venen, Wein und Blut, verklärender Glaube. Singt! Löst unsre Seele in Tränen,

Und bis in die Tiefen hernieder Durchbebt unsre armen Glieder.

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Weinlese · Paul-Marie Verlaine · Poetry Cove