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1870

[Noch immer seh ich zu Pferde dich]

Paul-Marie Verlaine

Noch immer seh ich zu Pferde dich Bei dem frohen Klang der Trompeten, Dein junges Antlitz däuchte mich Wie heller Klang der Trompeten.

Noch seh ich dich vor mir im Drillichrock Just wie ein Arbeitskerl dienen, So elegant im Drillichrock, Mit läss'gen Gebärden und Mienen.

Noch seh ich dich an den Geschützen dort, Schmale Finger regierend Kolosse, Und tönend-scharfes Kommandowort, Schwache Arme, die Herrn der Kolosse.

Ich träumte, du solltest im Heldentod Voll Ruhm dein Leben verbluten, Doch Gott verhängte dir den Tod In Typhus- und Fiebergluten.

Herr, deinen Willen bete ich an, Doch wie ist er unergründlich! Ja, deinen Willen bete ich an, Doch wie ist er unergründlich!

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