Wird stets dein Stolz der falschen Hoffnung trauen,
Die ihn mit Träumen unterhält;
Und in der Luft manch glänzend Schloß erbauen,
Das plötzlich ohne Spur zerfällt?
Die Hoffnung träumt, was öfters nie geschiehet,
So hitzig wir ihm nachgestrebt:
Indessen flieht und ungekannt entfliehet
Die Freude, die uns nahe schwebt.
Die Rasen hier, die weiches Gras bedecket,
Und über die zu freyer Lust
Sich, schattenreich, die breite Linde strecket,
Erwarten dich an meiner Brust.
Hier laß uns, Freund! bey Wein und Liedern liegen:
Wie süß ists, von Lyäen glühn!
Auf! hohl’ ihn her! ihm folge das Vergnügen,
Und eitle Sorge müsse fliehn!
Denn tiefe Nacht deckt vor uns her die Tage,
Die ieder noch durchwandern wird.
Ich schleiche fort, bereit zu Lust und Plage,
Gleich einem, der im Nebel irrt.
Wie Schritt vor Schritt die schwarze Wolke flie-
het,
Entdeckt sich ihm bald öder Sand,
Der, unerfrischt von kalten Quellen, glühet,
Ein rauhes und unwirthbars Land.
Bald aber wird sein frohes Lied erschallen,
Wann, auf so viel Beschwerlichkeit,
Am kühlen Bach, ein Wald voll Nachtigallen
Jhm angenehme Schatten beut.