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1720–1796

Die Rose.

Johann Peter Uz

Der Frühling wird nun bald entweichen: Die Sonne färbt sein Angesicht: Er schmachtet unter welken Sträuchen; Und findet seinen Zephyr nicht.

Er hinterläßt uns, da er fliehet, Den Ausbund seiner Lieblichkeit. Die Rose, die in Purpur blühet, Verherrlicht seine lezte Zeit.

Du, Rose! sollst mein Haupt umkränzen: Dich lieben Venus und ihr Sohn. Kaum seh ich dich im Busche glänzen, So wallt mein Blut, so brenn ich schon.

Ich fühl ein jugendlich Verlangen, Ein blühend Mädchen hier zu sehn, Um dessen rosenvolle Wangen Die jungen Weste süsser wehn.

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Die Rose. · Johann Peter Uz · Poetry Cove