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1720–1796

Die Muse bey den Hirten.

Johann Peter Uz

O artigste der Musen, Um deren vollen Busen Die frischen Rosen düften! Willst du auf unsern Triften

Mit armen Hirten weiden, Und aus den Städten scheiden? Ich bin der Stadt entgangen: Da war ich wie gefangen.

Da will man Musen dingen: Sie sollen iedem singen, Bey ieder Hochzeit leyern, Und Nahmenstage feyern.

Bey euch lacht meinen Saiten Die Freyheit güldner Zeiten: Ich mag die güldnen Saiten Dem Pöbel nicht verdingen:

Ich mag nicht iedem singen. O Muse, sey gegrüsset! Hier, wo man lacht und küsset, Laß unter Nachtigallen

Dein süsses Lied erschallen!

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Die Muse bey den Hirten. · Johann Peter Uz · Poetry Cove