Die Munterkeit ist meinen Wangen,
Den Augen Glut und Sprach entgangen;
Der Mund will kaum ein Lächeln wagen;
Kaum will der welke Leib sich tragen,
Der Bluhmen am Mittage gleicht,
Wann Flora lechzt und Zephyr weicht.
Doch merk ich, wann sich Chloe zeiget,
Daß mein entflammter Blick nicht schweiget,
Und Suada nach den Lippen flieget;
Ein glühend Roth im Antlitz sieget,
Und alles sich an mir verjüngt,
Wie Bluhmen, die der Thau durchdringt.
Ich seh auf sie mit bangem Sehnen,
Und kann den Blick nicht weggewöhnen:
Die Anmuth, die im Auge wachet
Und um die jungen Wangen lachet,
Zieht meinen weggewichnen Blick
Mit güldnen Banden stets zurück.