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1912

Zweifel

Kurt Tucholsky

Ich sitz auf einem falschen Schiff. Von allem, was wir tun und treiben, und was wir in den Blättern schreiben, stimmt etwas nicht: Wort und Begriff.

Der Boden schwankt. Wozu? Wofür? Kunst. Nicht Kunst. Lauf durch viele Zimmer. Nie ist das Ende da. Und immer stößt du an eine neue Tür.

Es gibt ja keine Wiederkehr. Ich mag mich sträuben und mich bäumen, es klingt in allen meinen Träumen: Nicht mehr.

Wie gut hat es die neue Schicht. Sie glauben. Glauben unter Schmerzen. Es klingt aus allen tapfern Herzen: Noch nicht.

Ist es schon aus? Ich warte stumm. Wer sind Die, die da unten singen? Aus seiner Zeit kann Keiner springen. Und wie beneid ich Die, die gar nicht ringen

Die habens gut. Die sind schön dumm.

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