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1912

Schepplin

Kurt Tucholsky

Du latscht uff deine jroßen Botten in Kino durch de janze Welt. Bei Weiße und bei Hottentotten . . . wat hast du alles anjestellt!

Du kommst so an . . . Der jreeste Recke valiert trotz seine Niedertracht. Du kiekst bloß eenmal um de Ecke, un alles lacht.

Du schmierst se Flammri in Zylinder, loofst durch de Beene von Pochtier; du bist so nett zu kleene Kinder, schmeißt Damens Eis ins Dekollteh.

Denn jehste hin un feifst ein Liedchen, als hättste weita nischt jemacht. Und wer dir sieht mit dein Hietchen –: der lacht.

Vor dir hat jeda schon jesessen. Trotz Koppweh, Ärja, Not un Schmerz . . . Vor dir hat jeda det vajessn. Ick wer da sahm: du hast Herz!

Du machst, det die vanimftjen Knaben, bloß, weil du da bist, Unrecht haben. Und tragen se dir mit Jebimmel (noch lange nich!) in dunkle Nacht –:

denn sieht dir Jott in sein Himmel steht uff un lacht.

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