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1912

Saxo-Borussen

Kurt Tucholsky

Möchten Sie Saxo-Borusse sein? Domela hat sie genau beschrieben: was sie auf ihrer Kneipe trieben – (Rülps)

wie sie fechten, fressen und saufen, sich niemals ein Kollegheft kaufen – jeder ein hochfeudales Schwein . . . Ein feiner Verein.

Möchten Sie Saxo-Borusse sein? Ramsch . . . Manieren: frech und beflissen – „Werde zu Hause zu rühmen wissen!“ (Rülps)

Füchsegetriez und Chargenspiel; Ideal: der uralte Leutnantsstil . . . „Kein Bürjerlicher kommt hier zu uns rein –“ Ein feiner Verein.

Möchten Sie Saxo-Borusse sein? Das ist gar nicht übel. Im Westen und Osten gehören ihnen die Botschafterposten – sie beherrschen Deutschland. Sie sind dran.

Sie intrigieren. Mann für Mann. In Peking, in Rio und in Madrid: immer läuft ein Korpsband mit. Und mit diesem Korpsband zieht die Blase

ein ganzes Volk an seiner Nase. Wir fressens aus. Sie brockens uns ein. Wer möcht da nicht Saxo-Borusse sein –!

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