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1912

Er verheiratet sie

Kurt Tucholsky

Reicht mir den Kranz, reicht mir den Myrtenschleier! Der Unschuld grünes Kränzlein tragt herbei! So schick ich Clairen an Direktor Meyer – – (Mitgift anbei).

Bedenk: Du schreitest nun ins wilde Leben! „Zum ersten Mal“ – ein schwerer Schritt, mein Kind! Was früher war, Gott, das vergißt man eben . . . und er –

ist blind. Sein Tastsinn sei ein wenig unentwickelt, und tobt er brüllend wie ein brünstiger Leu: dann glänzt die liebe Unschuld frisch vernickelt

so gut wie neu . . . So zeuch denn hin, du liebe Maculata! Zart überhaucht von bräutlich rosa Glück . . . Ich hätt gelacht? Todernst. Wie eine Fata

Morgana verschwindest du – – ich grüße leicht zurück.

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