Sollt ich einem Bauern dienen
und mein Brot mit Schweiß verdienen?
Bruder, nein, das mag ich nicht!
Ich will lieber in dem Felde
mir verschaffen Brot und Gelde,
wo man von den Waffen spricht.
Keinem Bauern dien ich nicht.
Die Sonne blinkt golden, der Himmel ist blau,
und doch stehen wir drin im Oktober.
Leb wohl, süßes Mädel! Leb wohl, kleine Frau!
Und grüßt mir unsern Heuschober!
Der Hauptmann verlas heut den Tagesbefehl:
„Marsch–marsch gegen den Bolschewiken!“
Wir bleuen ihm die Jacke, wir schießen nie fehl
und klopfen ihm dann auf den Rücken.
Den Sommer durch lagen wir gern im Quartier
und griffen manch Mädel ums Mieder;
doch wir sind Soldaten, nicht Puppen zur Zier.
Vom Rasten rosten die Glieder.
Ich nehm die Patronen und lad mein Gewehr.
Platz da, du Sau-Bolschewike!
Es pfeift meine Kugel, der Kerl fällt verquer,
ich treff in den Kopf jede Mücke.
Potzbombengranaten! Potzschockschwernot!
Nun schert euch zum Teufel, ihr Luder!
Ihr stehlt unserm Herrgott jedes Pfund Brot,
solang eure Juden am Ruder.
Nie wart ihr Soldaten, ihr Helden vom Maul,
nur Meuchelmörder und Räuber,
eure Knobloch-Regenten, stinkend und faul,
sind Schuster und allerhand Schreiber!
Wir weisen euch, Schuster, den würdigen Platz
und stellen euch an die Wände . . .
In Petersburg sind wir mit mächtigem Satz
und schütteln dort Brüdern die Hände.