Ist dies nicht ein frevles Schicksalswalten,
Menschtum in zwei Teile zu zerspalten?
In zwei blutige Hälften zu zerreißen,
Eine Mann, die andre Weib zu heißen?
Beide voll von heißem Sehnsuchtsdrange,
Sich zu finden auf des Lebens Gange,
Ich dem Ich zur Opfergab zu bringen?
Ach wie wenigen, wenigen mags gelingen,
Ohne Losung, Fährten oder Spuren
Sich zu finden auf des Lebens Fluren!
Selige Kindheit, die nicht kennt die Wirren,
Nicht der Liebe grausam töricht Irren!
Selige Blume, die nichts weiß vom Fluche
Lebenslanger und vergebner Suche!