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1900

Verwandlung

Georg Trakl

Entlang an Gärten, herbstlich, rotversengt: Hier zeigt im Stillen sich ein tüchtig Leben. Des Menschen Hände tragen braune Reben, Indes der sanfte Schmerz im Blick sich senkt.

Am Abend: Schritte gehn durch schwarzes Land Erscheinender in roter Buchen Schweigen. Ein blaues Tier will sich vorm Tod verneigen Und grauenvoll verfällt ein leer Gewand.

Geruhiges vor einer Schenke spielt, Ein Antlitz ist berauscht ins Gras gesunken. Hollunderfrüchte, Flöten weich und trunken, Resedenduft, der Weibliches umspült.

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Verwandlung · Georg Trakl · Poetry Cove