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1900

St.-Peters-Friedhof

Georg Trakl

Ringsum ist Felseneinsamkeit. Des Todes bleiche Blumen schauern Auf Gräbern, die im Dunkel trauern – Doch diese Trauer hat kein Leid.

Der Himmel lächelt still herab In diesen traumverschlossenen Garten, Wo stille Pilger seiner warten. Es wacht das Kreuz auf jedem Grab.

Die Kirche ragt wie ein Gebet Vor einem Bilde ewiger Gnaden, Manch Licht brennt unter den Arkaden, Das stumm für arme Seelen fleht –

Indes die Bäume blüh'n zur Nacht, Daß sich des Todes Antlitz hülle In ihrer Schönheit schimmernde Fülle, Die Tote tiefer träumen macht.

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