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1813

Wonne der Einsamkeit

Ludwig Tieck

O holde Einsamkeit, O süßer Waldschatten, Ihr grüne Wiesen, stille Matten, Bei euch nur wohnt die Herzensfreudigkeit.

Ihr kleinen Vögelein Sollt immer meine Gespielen seyn, Ziehende Schmetterlinge, Sind meiner Freundschaft nicht zu geringe.

Unbefangen Zieht ihr des Himmels blaue Luft, Der Blumen Duft In euch mit sehnendem Verlangen.

Ihr baut euch euer kleines Haus, Haucht in den Zweigen Gesänge aus Von Himmels-Ruhe rings umfangen. Weit! weit!

Liegst du Welt hinab, Ein fernes Grab. O holde Einsamkeit! O süße Herzensfreudigkeit!

Kommt ihr Beengten Herzbedrängten, Entfliehet, entreißt euch der Quaal, Es beut die gute Natur,

Der freundliche Himmel, Den hohen gewölbten Saal, Mit Wolken gedeckt, die grüne Flur: Entflieht dem Getümmel!

O holde Einsamkeit! O süße Freudigkeit!

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