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1813

[Woher, du süsser Ton mit deinem Klingen?]

Ludwig Tieck

– „Woher, du süsser Ton mit deinem Klingen? Der wie ein Zauber blitzend in mich schläget, Daß furchtsam sich das Herz nur zitternd reget, Vor Sehnsucht, Lust vom Auge Thränen entrinnen?“ –

– Siehst du denn nicht, wie dieses holde Singen Sich von dem Glanz der Lippen herbeweget, Vom Mund der rothen Liebreiz in sich heget? Den süssen Flammen muß sich Feu'r entschwingen. –

– „Ja, peinigend versehrst du, doch die Flammen Trösten im Brande, Tod wird zum Entzücken, In diesen Gluthen fühlt mein Herz sein Leben,“ – – „Weil diese Tön' dem Geiste selbst entschweben;

Der ist ein Liebesothem, Trost, Erquicken: Aus Liebe nur kann Ton der Liebe stammen!“ –

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