Skip to content
1813

[Wer einmal hat die leuchtenden Azuren]

Ludwig Tieck

Wer einmal hat die leuchtenden Azuren, Durchspäht mit seinem Adlerblick, dem kühnen, Der irrt nicht auf den hohen Himmelsbühnen, Wie sich, kennt er die schaffenden Naturen.

Muthigen Schritt's geht auf den Sternenfluren Er lächelnd, mit dem All sich zu versühnen, Er weiß wie Blumen blühn und Pflanzen grünen, Licht glänzt, gehn, fliegen, schwimmen Kreaturen.

Derselbe Mann, den ich muß tief verehren, Derselbe Mann, der so beschuht zum wandern, Derselbe Mann, auf dieser hohen Leiter, Kommt mit der Zeit vielleicht noch immer weiter,

Ist, Wunder, o ein Mensch nur wie wir andern, Noch mehr, kann dieses Lob beinah entbehren.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
[Wer einmal hat die leuchtenden Azuren] · Ludwig Tieck · Poetry Cove