Skip to content
1813

Tod

Ludwig Tieck

Wechselnd gehn des Baches Wogen Und er fließet immer zu, Ohne Rast und ohne Ruh, Fühlt er sich hinabgezogen,

Seinem dunkeln Abgrund zu. Also auch des Menschen Leben, Liebe, Tanz und Saft der Reben Sind die Wellenmelodie,

Sie verstummt spat oder früh. Ewig gehn die Sterne unter, Ewig geht die Sonne auf, Taucht sich roth in's Meer hinunter,

Roth beginnt ihr Tages-Lauf. Nicht also des Menschen Leben, Seine Freuden bleiben aus, Denn dem Tode übergeben

Bleibt er dort im dunkeln Haus. –

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Tod · Ludwig Tieck · Poetry Cove