Skip to content
1813

Subiaco

Ludwig Tieck

Süße, liebliche Wildniß. Deine Berge, dein Kloster oben, Die Cypressen, die Thäler hier, Werden nie aus meiner Seele schwinden.

Hoher Gedanken, schöner Bilder Erinnerung, Wunder der Natur, Weile gastlich in meiner Phantasie, Wenn wieder Sand und Föhren

Mich geistlos umstarren, Und ein Lächeln zweifelnd Bei Schilderungen der Natur Des Entzückten spotten möchte.

Hier dichtet die Erde, Dort schläft sie kaum, Befangen, angstvoll, Ringt sie nur nach Dasein:

Und goldne Abendwolken Und glühend Morgenroth Schweben nur als Kranken-Träume Ob der Verscheidenden.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Subiaco · Ludwig Tieck · Poetry Cove