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1813

Politik

Ludwig Tieck

Wie viel froher wär' ich Und heiliger gestimmt, Müßt' ich nicht täglich in Kirchen und vor Bildern Die mir verhaßte

Dreifarbige Schleife der Weltbeherrscher sehn. Ist manchmal übervoll Der zürnend schwangre Busen, So wallfahrt' ich zum Freunde,

Dem wackern Tiedge hin; Und Kranker erhitzt den Kranken, Indem wir bauen, zerstören, Europa neu gestalten,

Und die geflügelten Wünsche Vor den großen schweren Karren Des Unglücks spannen. Nun lernt der Zürnende Zorn,

Die schwarzen Wetterprophezeiungen Tönen fürchterlich und furchtbarer Von den zitternden Lippen, Bis dann lächelnd scheltend

Die edle Freundin wohl Die mitternächtlichen Raben trennt, Die sich nur schlaflose Nächte erschwatzen. Heute nun ging' ich

Mit Thränen nach Hause, Und aus dem Gebüsch Flogen tausend leuchtende Käferchen Wie spielende Sterne tröstend

Und neckend um mein Haupt, In der warmen Sommernacht zu scherzen.

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