Skip to content
1813

[O süßes Roth der Lippen, hold getheilet]

Ludwig Tieck

O süßes Roth der Lippen, hold getheilet, Ein liebend Paar, in ungetrennten Küssen, Du Blumenlager, wo die Sorgen müssen Im Spiel mit Liebesgöttern fliehn geheilet.

Wie über diesen Flammenweg hineilet Der goldne Ton, geläutert von den süßen, Sie küssend, und geküßt, um abzubüßen Daß er entflieht, nicht auf den Rosen weilet!

Wenn Töne über diese Straße fliegen Sind sie noch süßer als die Nachtigallen, Sie wehen Blumenduft und Frühlingsklänge: Darf sich mein Mund an ihre Röthe schmiegen,

So saug' ich trunken Frühling, Düfte, allen Klang und den Geist der himmlischen Gesänge.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.