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1813

Liebe

Ludwig Tieck

Weht ein Ton vom Feld herüber Grüßt mich immerdar ein Freund, Spricht zu mir: was weinst du Lieber? Sieh, wie Sonne Liebe scheint:

Herz am Herzen stets vereint Gehn die bösen Stunden über. Liebe denkt in süßen Tönen, Denn Gedanken stehn zu fern,

Nur in Tönen mag sie gern Alles was sie will verschönen. Drum ist ewig uns zugegen Wenn Musik mit Klängen spricht

Ihr die Sprache nicht gebricht Holde Lieb' auf allen Wegen, Liebe kann sich nicht bewegen Leihet sie den Othem nicht.

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