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1813

[Ich bin ein Engel, Menschenkind, das wisse]

Ludwig Tieck

Ich bin ein Engel, Menschenkind, das wisse, Mein Flügelpaar klingt in dem Morgenlichte, Den grünen Wald erfreut mein Angesichte, Das Nachtigallen-Chor giebt seine Grüsse.

Wem ich der Sterblichen die Lippe küsse, Dem tönt die Welt ein göttliches Gedichte, Wald, Wasser, Feld und Luft spricht ihm Geschichte, Im Herzen rinnen Paradieses-Flüsse.

Die ewge Liebe, welche nie vergangen, Erscheint ihm im Triumph auf allen Wogen, Er nimmt den Tönen ihre dunkle Hülle, Da regt sich, schlägt in Jubel auf die Stille,

Zur spiel'nden Glorie wird der Himmelsbogen, Der Trunkne hört, was alle Engel sangen.

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