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1807

Gesang der Feen

Ludwig Tieck

Fließe Strom, in deinen hellen Klaren Wellen Wiegt der Himmel sich im Bilde, Abendlüfte hauchen milde,

Und das Lied der Vögel schallt Vom Gebirge her vom Tannenwald. Auf der Spule glänzt der Faden Roth und golden,

Den wir erst im Thaue baden Von Blüthendolden; Wie das Rad sich dreht und windet Wird das Gold nur mehr entzündet,

Und wann aller Glanz versponnen, Wird das Gespinnste aufgeschlagen, Und nach vielen ems'gen Tagen Unser Kleid gewoben und gewonnen,

In dem wir dann im Sonnenscheine sitzen, Uns wiegend auf der Blumen grünen Spitzen, Wenn Abendschimmer durch den Himmel blitzen.

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