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1813

Der unglückliche Ritter

Ludwig Tieck

Da irr' ich in den Steinen In wilden Büschen hin, Einsam, und kann nicht weinen, Die milden Sterne scheinen,

Gebrochen ist mein Sinn, Die Kraft dahin. Ich war ein junges Blut, Zu Lust und Tanzen munter,

Hochfliegend war mein Muth, Die ganze Welt mir gut, Geht alles jetzt bergunter Zur Nacht hinunter.

Mich sehn die Waffen an, Mein Roß giebt mir die Blicke, Ich bin ein andrer Mann, Daß ich's nicht sagen kann:

Verschwunden all' mein Glücke Im Augenblicke. Sonst hört' ich gern von Schlachten Und wünschte mich ein Held,

Jetzt mag ich nichts mehr achten, All Sinne nicht mehr trachten Hinein in volle Welt, Mir nichts gefällt.

Sie ist mir hart und spröde, Hofnung ist mir vergangen, So bin ich still und blöde, Drum geh' ich in die Oede,

Und naß sind meine Wangen Vor Pein und Bangen. Kein Wort wag ich zu sprechen, Sie frägt mich nicht darum,

Ich will die Sorge brechen, Mich an mir selber rächen, Der Kummer bringt mich um, Er bringt mich um.

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