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1813

[Andacht, ein ewges, innges Angedenken]

Ludwig Tieck

Andacht, ein ewges, innges Angedenken, Anfang ist es vom lieblichsten Empfinden, Aufschweben zu sich, um sich selbst zu finden, Allmächtges Streben sich in sich zu senken.

Liebe muß aus dem luftgen Duft sich lenken, Leben recht lind in Liebe ganz verschwinden, Lichtheilig sich der Leib dem Geist verbinden, Leid naht, lebendge Herzen uns zu schenken.

Minne, so sangen, die das Höchste meinen, Mild' innig Sinnen, Lust an Schmerz und Wunde, Myrth' und Cypress' und Rosen sah' ich scheinen, Anfang und End' im süßgeschmückten Bunde,

Der reinsten Anmuth Licht, der Minne Allmacht, Aussprechen konnt' ich nun den Namen Alma.

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