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1894

Ostelbischer Adel im Zirkus Busch

Ludwig Thoma

Er spricht von Gott, indes sein Magen Noch etwas säuert von Bordeaux, Er weiß von Jesus was zu sagen, – Allein der Heiland roch nicht so.

Er stochert dann aus seinen Zähnen Die letzten Reste Kaviar Und spricht mit unterdrückten Tränen Von seines Vaterlands Gefahr.

Von Leuten, die das Volk betrogen Um seinen kindlich treuen Sinn, – Da blitzt es in den Karpfenoogen, Da zittert manches Doppelkinn.

Um seinen Kaiser tiefe Schmerzen, Ums Vaterland ein arges Weh, Sie brennen in des Adels Herzen. Im Maule brennt die Henry Clay.

Und seht nur die Gesichter blühen In Rot und Blau und Violett, Und sehet jedes Antlitz glühen Von Pathos und von Schweinefett.

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