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1894

März

Ludwig Thoma

Ah! Wie die buttergelbe Sonne Uns wärmend durch die Poren dringt! Wie neu erwachte Frühlingswonne Uns das vergrämte Herz beschwingt!

Dem wintermüden Menschentume Erheitert ihr die Phantasie, Schneeglöckchen, Veilchen, Schlüsselblume Und was auf Wiesen sonst gedieh!

Im Mistbeet herrscht ein reges Leben; Das drängt sich an das helle Licht Und will uns bald Gemüse geben, Will Zutat sein zum Leibgericht.

Und wie sich froh den Hühnersteißen Entringt das liebe Osterei! So mag sich die Natur befleißen, Daß sie nebst schön auch schmackhaft sei.

Das Starkbier regelt dann die Stühle, Wenn Hertling spricht, ist's ebenso, Man sitzt im Frühlingslustgefühle Und wird im Sitzen lebensfroh.

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März · Ludwig Thoma · Poetry Cove