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1894

Im Maien

Ludwig Thoma

Ach! Im Frühlingsüberschwange Fühlt ein jedes Hundeherz Sich getrieben von dem Drange, Ohne Ruh

A-hu! A-hu! Von der Liebe süßem Schmerz. Milder werden ihre Sitten; Es ergreift Melancholie

Alle, die vergeblich bitten. Darum du A-hu! A-hu! Hundedame, höre sie!

Fühlst du keine jener Schwächen, Die das Herrenvolk verehrt? O! das muß sich einmal rächen! Nur so zu!

A-hu! A-hu! Auch der Mops hat seinen Wert. Eh du's meinst, vergeht die Jugend; Und mit der du so gegeizt,

Gerne gäbst du deine Tugend, Alte Kuh! A-hu! A-hu! Die dann keinen Pinscher reizt.

Mädchen! sieh an diesen Hunden, Was auch unsere Wünsche sind! Hast du wen im Mai gefunden, O so tu!

A-hu! A-hu! Alles, was er will, mein Kind!

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