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1733

89.

Gerhard Tersteegen

Sünde, Welt und Eigenheit halten meinen Geist verstricket, Ach, ich werd' von fremder Macht sehr geplagt und unterdrücket; Ob ich streit' und ob ich schrei, Doch läßt mich der Feind nicht frei,

Stets ich will und doch nicht kann, Ich bin ein gefangner Mann. Liebe Seel', verzage nicht, wär' dein Stand auch zehnmal böser; Zwar der Feind ist dir zu stark, doch – wie stark ist dein Erlöser?

Laß ihn führen deine Sach', Er kann, was kein Mensch vermag, Er zerbricht das härt'ste Band, Er bringt Ruh im innern Land!

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