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8.

Gerhard Tersteegen

Wie äußerst krank, wie elend bin ich doch, Es wird auch täglich schlimmer noch; Nur durch dich selbst kann ich genesen, Du Vorwurf meiner Lieb', du göttlich' Liebewesen!

Liebreicher Arzt, verschone nicht mein Blut, Zapf alles ab, was Schaden tut, Befrei mich ganz von Übel und Beschwerde, Ich diene besser dir, wenn ich gesund einst werde!

Ein fauler Unflat bin ich nur, Die Schwachheit und die Armut pur, Ein Sumpf, unreiner Dünste voll zu nennen; Die Wahrheit, was ich bin, muß ich noch mehr erkennen.

Die Arzenei für mich ist deine Lieb' allein, Die flöße nur sein tief in meinen Grund hinein! Besitzet dermaleinst die reine Lieb' mein Herze, Dann leb' ich ganz gesund ohn' Schwachheit, ohne Schmerze.

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8. · Gerhard Tersteegen · Poetry Cove