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1733

79. Christus unsere Gerechtigkeit

Gerhard Tersteegen

Anbetungswürdig's Lamm, Mein Gott, mein Bräutigam, Ich will dein Blut erheben Im Sterben und im Leben,

Denn deine Liebeswunder Sind meiner Liebe Zunder. Mich, mich hast du geliebt, Da du so schwer betrübt

Mich selbst und meinen Schaden Dir wirklich aufgeladen, Bei Gott mich ausgesühnet, Mir Gnad' und Heil verdienet.

Du hast, mein Lämmelein, Mein' Sünden groß und klein Gefühlet und gebüßet, Zorn, Not und Tod versüßet;

Willst mich als Braut nun kleiden Mit deiner Unschuld Seiden. Nimm mich und stell mich dar, Nicht wie ich in mir war,

Wie ich in dir erscheine Und wie ich's wünsch', so reine, Wie ich mit dir verbunden Und in dir werd' gefunden!

Der Vater liebet dich, Um deinetwillen mich, Durch dich ich liebe wieder Und bringe Herz und Lieder;

Denn auch die besten Sachen Mußt du Gott würdig machen. Mit dir verein'ge dann Mich selbst und was ich kann:

Verleugnen, Beten, Üben, Mein Leiden, Loben, Lieben; Mein Leben und mein Ende Geh' nur durch deine Hände!

Nun, ich bin dir geschenkt Und ewig eingesenkt; Verschling denn alles Alte Und mich in dich gestalte,

Daß man nur Jesus finde, Sonst weder mich noch Sünde! Dank, Lob und Herrlichkeit Sei dir in Ewigkeit,

Erwürgtes Lamm, gesungen Von mir und allen Zungen, Von der erkauften Menge Mit himmlischem Gesänge!

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