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1733

71. Die Verachtung der Welt

Gerhard Tersteegen

Geht, ihr Streiter, Immer weiter Durchs Verleugnen zum Genuß! Auserkorne, Hochgeborne, Stand'sgemäß man wandeln muß.

Wenn ihr Jesu Braut wollt werden, Werft den Kindern dieser Erden Ihren armen Dreck zu Fuß! Wir verlachen Eure Sachen,

Stoßen weg, was ihr begehrt; Euer Schönes, Dies und jenes, Achten wir nicht sehenswert; Euer Herrlich, Groß und Wichtig

Ist für uns zu schlecht und nichtig; Euer Ballast uns beschwert. Geld und Güter Der Gemüter Goldne Strick' und Fesseln sind;

Lobt und schmeichelt, Bückt und heuchelt Lästert auch, es ist nur Wind; Süßes Gift sind eure Lüste, Auf dem Staats- und Ehr'ngerüste

Man nur glänzend Elend find't. Unser Sehnen, Unsre Tränen Trösten mehr als eure Freud'; Könnt't ihr sehen Und verstehen

Die verborgne Seligkeit, Ihr würd't eurem Kram entlaufen Und mit dem verschmähten Haufen Wandern nackt zur Ewigkeit.

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