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1733

564. Leidentliche Reinigung des Geistes

Gerhard Tersteegen

Sobald des Feuers Glut ein grünes Hölzchen findet, Saugt sie den Saft heraus und alle Kraft vertreibt, Sie macht die Rinde schwarz, die Flamme sich entzündet Und brennet durch und durch, bis nichts vom Holze bleibt;

Dann glüht es schön und still. So geht es auch im Herzen, Wenn man sich unbedingt der Liebe Zucht ergibt, Dies Feuer läutert uns durch wunderliche Schmerzen Und öfters um und um bis in den Tod betrübt.

Doch ist es Liebe nur, so muß sie mit uns handeln Und brennen weg, was ihr im Grunde widerstrebt; Gib ihrer Flamme Raum, so wird sie dich verwandeln, Bis du ganz eins mit Gott, und Gott in dir nur lebt!

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