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36.

Gerhard Tersteegen

Krank und des Elends voll, ich komme doch; ach sei Mein Heil und meine Arzenei, Den Feind aus meinem Herzen treibe, Besitze du dies Herz und ewig drinnen bleibe!

Wasch es in deinem Blut, dann wird es wieder rein, Sollt's noch so sehr besudelt sein! Nichts werd' ich hart und schwer empfinden, Nur wollst du die Natur in mir ganz überwinden.

Die Welt hat mich verführt, betrüglich falsch sie ist; Ich will verleugnen ihre List Und die Verführerin verlassen, Dein Kreuz hingegen gern als meine Lust umfassen.

Ach, jetzt erkenn' ich's erst, in welcher Blindheitsnacht Ich lebte unter ihrer Macht; Nun folg' ich Jesu unabwendig Und sein allein zu sein, ich wünsche ganz inständig.

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36. · Gerhard Tersteegen · Poetry Cove