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1733

3. Danklied nach dem Essen

Gerhard Tersteegen

Danke dem Herren, o Seele, dem Ursprung der Güter, Der uns erquicket die Leiber und nährt die Gemüter; Gebet ihm Ehr', Liebet den Gütigen sehr, Stimmet die dankenden Lieder!

Du hast, o Güte, dem Leibe die Notdurft bescheret; Laß doch die Kräfte im Guten nur werden verzehret! Alles ist dein, Seelen und Leiber, allein; Werd auch durch beide geehret!

Lebenswort, Jesu, komm, speise die schmachtenden Seelen, Laß in der Wüste uns nimmer das Nötige fehlen; Gib nur, daß wir Innig stets dürsten nach dir, Ewig zur Lust dich erwählen!

Nimm die Begierden und Sinne in Liebe gefangen, Daß wir nichts neben dir, Jesu, auf Erden verlangen; Laß uns mit dir Leben verborgen allhier Und dir im Geiste anhangen!

Laß uns dein'n Lebensgeist kräftig und innig durchdringen Und uns dein göttliches Leben und Tugenden bringen, Bis nur wird sein In uns dein Leben allein! Jesu, du kannst es vollbringen.

Gütigster Hirte, du wollest uns stärken und leiten Und zu der Hochzeit des Lammes rechtschaffen bereiten; Bleib uns hier nah, Bis wir dich ewig allda Schmecken und schauen in Freuden!

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